Reise blog von Travellerspoint

Cafayate – Ruinas Guilmes – Belen 27.08-01.09.2017

Die Fahrt von Salta nach Cafayate geht über die RN 68, 190 km in Richtung Süden. Die Routa 40 westlich ist zwar reizvoller aber Piste, die wir nicht wählen um APE’s und Rücken zu schonen. In einem kleinen Dorf unterwegs geht’s nicht weiter, da eine Prozession mit Schutzheiligen des Dorfes und eine Parade von Gauchos (Männer, Frauen und Kinder) auf der Straße umziehen – willkommene Pause für ein Asado im Festzelt. Die letzten 50 km vor Cafayate ist die Felslandschaft der Qudorada wieder atemberaubend. Der dunkelrote Fels in der Abendsonne, die bizarren Formen und Klüfte sind ein einmaliges Erlebnis. Am Campingplatz treffen wir wieder Weltenbummler, diesmal aus der Schweiz die vor 1,5 Jahren mit ihrem VW-Bus in Kanada gestartet sind und wie wir im Dezember/Januar in Ushuaia sein wollen.
Die ganze Gegend von Cafayate besteht nur aus Weingütern mit Weinreben soweit das Auge reicht. Die Sorten Malbec (rot) und Torrontes (weiß) sind die Hauptsorten neben Sauvignon blanc,Chardonnais, Syrah, Merlot, Tempranillo, die hier in Höhen zwischen 1700 und 3000 m ü NN bei 340 Sonnentagen mit 200 mm Niederschlag und einem Temperaturunterschied zwischen Tag bis 38 °C und Nacht von 12 °C reifen. Das berühmteste Weingut Colome mit 39.000 ha Anbaufläche, das von Schweizern in der 4. Generation geführt wird liegt an der Pistenstraße in 120 km Entfernung. Leider gelingt es uns nicht Motorräder oder ein Auto zu mieten, denn dies ist nichts für unsere APE’s, schade! Der Ausflug in die Cueva del Suri (Strauß) in den Bergen bei Cafayate zeigt Felsenmalereien der Diaguitas die hier vor der Zeit der Inkas von Ackerbau und Viehzucht lebten. Die Felsenmalereien sind 3000 – 2500 Jahre alt. Ihre Sprache hieß Kahan. Die Pfade der Diaguitas wurden von den Inkas 1480 erweitert und die Sprache Quechua eingeführt. Diese erweiterten Pfade machten es den Spaniern leicht 1667 mit Pferden und Karren von Peru über Bolivien hier einzudringen. Ein weiteres Beispiel wie die Diaguitas siedelten sind die Ruinen von Guilmes. Die Siedlung war 30 ha groß und etwa 5000 Menschen lebten hier ca. 1000 n. Chr. Bis die Inkas und schließlich die Spanier kamen du die restlichen 2000 Diaguitas als Sklaven nach Buenos Aires verschleppten und so diesen Stamm auslöschten.
In der Nähe von Belen wurde 1980 der Zeremonienplatz El shingal de Quimivil Inkas aus der Zeit um 1470 entdeckt und archäologisch untersucht sowie teilweise rekonstruiert. Die Auswahl dieses Platzes liegt darin begründet, daß die natürliche Umgebung mit einzelnen Bergen im Süden, Norden, Osten und Westen den typischen Anordnungen der Inkakultur entsprach. Die ca. 25 m hohen Hügel im Osten (Mondhügel, weiblich) und Westen (Sonnenhügel, männlich) dienten als Aussichtspunkt und Altar. Der große Platz der von einer doppelwandigen Mauer umgeben ist misst 157 x 157 m und hat in der Mitte einen erhabene Plattform für Zeremonien mit einer Art Steinthron als Symbol der Macht der Inkas. Hier wurden die Opfer dargebracht aus Essen, Getränken sowie die Tieropfer vollbracht. Die Treppen zum Himmel führen zu einer Plattform auf der die Inkas die religiösen Aktivitäten zur Verehrung der Sonne durchführten. Zu diesem Zeremonienplatz kommen ca. 20.000 Inkas aus der ganzen Region. Der 21. Juni (längster Tag und kürzeste Nacht) war der Beginn des neuen Jahres im Inkakalender. Der Name Shincal entstand heutzutage dadurch, weil der Busch Shingui diesen Platz total überwuchert hatte, sodaß die Anlage erst 1990 entdeckt wurde.
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Eingestellt von Ricargentinado 16:13

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Kommentare

Langsam werde ich richtig neidisch. Bei uns wird es langsamherbstlich,kühl und trüb. Inden Läden liegen die Nikolause und Lebkuchen

von Rolliline

Holà Que tal?
I've just made a small visit on your website and try to read german!
Fine to see your wonderful adventures. Hope your back is now in a good shape, Ricardo. We are back home since the 25th august but drove to Cardiff (Whales-UK) for our oldest daughter and are just back from Spain to install the second daughter!!
We'll be back to Montevideo on the 8th of January to go farther to Ushuaia. Actually we decide to stay with our family for the year's end. It was to difficult for the girls to go till Patagonia.
Buen Viaje. Suerte. Françoise y Jean-Yves

von Françoise et Jean-Yves

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