Reise blog von Travellerspoint

Rodeo Stausee, San Juan, Mendoza 10.-19.9.17

Die nächste Etappe von 170km führt uns südwestlich zum Stausee bei Rodeo. Im Sommer das angeblich 2.beste Surfgebiet mit Windgeschwindigkeiten bis zu120km/h. Zurzeit ist keine Menschenseele im, auf oder am See. Auch die Campingplätze haben alle noch zu bis auf einen wo wir umsonst übernachten können, weil niemand da ist vom Campingplatz. Die Saison beginnt erst gegen Ende Oktober zu Frühlingsende. An diesem Wochenende findet hier eine Bergralley statt mit den ausgefallensten Rennkisten. Die neue Nationalstraße RN 150 führt wieder durch eine bizarre Felslandschaft. Richard hätte jetzt am liebsten sein Motorrad unter dem Hintern und nicht die APE, die mit 20km/h die Berge erklimmt.
Weiter geht es 190km wieder südlich über einen 3000er Pass nach San Juan. Die Strecke führt über Bergkämme und weite sandige Täler mit niedrigen Büschen bewachsen. Dies war wieder mal ein lohnenswerter Umweg. In San Juan sollten wir mit einem Reporter, den wir im Hostal in Humahuaca getroffen hatten, ein Interview im Fernsehen geben. Es stellte sich jedoch heraus, dass wir ihn missverstanden haben, denn er ist zwar in San Juan geboren, aber arbeitet für den Canal 7 in Buenos Aires. Da San Juan wieder einmal eine größere Stadt ist mit über 110000 Einwohnern hoffen wir eine neue Funkantenne für die Ric-APE zu finden, denn die wir in Salta gekauft hatten funktioniert nur 100m weit. Wir haben Glück und finden ein Funkfachgeschäft und besorgen eine richtige Funkantenne die jetzt auch wieder auf weitere Entfernung gut funktioniert.
Die nächste Etappe von 170km südlich führt uns nach Mendoza, die Weinhauptstadt Argentiniens. Die Fahrt auf der RN 40 ist eher eintönig aber doch recht belebt, bis 100km vor Mendoza meine (Ric) APE unverhofft stehen bleibt. Wir prüfen die Zündkerze und wie schon vor 5000km in Uruguay sind die Pole überbrückt. Also Zündkerze säubern und wieder rein, wir haben ja langsam Routine, doch nach 10km wieder aus. Wir wechseln jetzt die Zündspule und den Kerzenstecker samt Zündkabel und schrauben die in AR neu gekaufte Boschzündkerze (Made in India) ein, doch wieder läuft die APE nicht richtig. Jetzt wechseln wir die Boschzündkerze gegen eine Originalzündkerze mit niedrigerer Wärmeleitzahl. Damit kommen wir ohne Probleme nach Mendoza. Jetzt wollen wir der Sache auf den Grund gehen und kontaktieren unseren Freund Uli in Berlin, den Händler und das APE-Forum. Die Meinung der Spezialisten ist, dass es nicht an der Zündkerze alleine liegen muss, sondern die Vergasereinstellung etwas magerer gestellt werden sollte. Das muss man ausprobieren, da gibt es kein Patentrezept. Wir finden in Mendoza einen Moped Laden, der unsere Zündkerzen in verschieden Stärken führt und wir decken uns reichlich ein, denn wir haben ja noch ca. 10000km vor uns. Hier in Mendoza quartieren wir uns in ein zentrumnahes Hotel ein. Ein heruntergekommener Kasten, aber mit Garage, WIFI und dafür relativ günstig (47US$). Wir wurden vor der Kriminalität in Mendoza mehrfach gewarnt, die sei fast so schlimm wie in Buenos Aires, schon bei der Einfahrt nach Mendoza lauern Banden auf die Autoscheiben zertrümmern und die Insassen ausrauben. Keinen Falls sollte man das Auto auf der Straße parken etc. etc. Ich will es nicht Beschreien, aber von dem Allen haben wir in den 6 Tagen hier nichts bemerkt. Mendoza Stadt hat lediglich 120000 Einwohner aber Groß-Mendoza über 1 Million. Sie einiges zu bieten, wunderschöne Plätze, Museen, die Straßen sind mit Baumalleen rechts und links gesäumt, Geschäfte und Restaurants in allen Variationen. Auch die Kultur kommt nicht zu kurz, so besuchen wir im ehemaligen Güterbahnhof, dem jetzigen Nave de la Cultura ein Jazzkonzert und Swing Konzert mit der Sparkling Bigband und hervorragenden Solosängern. An diesem Wochenende wird hier auch die Verbrüderung bzw. der Waffenstillstand zwischen Argentinien und Chile ausgiebig gefeiert. Tausende Chilenen sind zu diesem Anlass angereist und auf dem Plaza de Chile gibt es ein buntes Programm mit Gesang Tänzen jeder Menge Essensspezialitäten und natürlich Fleisch satt, Asados an jeder Ecke. Unser Plan war eigentlich gewesen hier in Mendoza über die 200km entfernte Grenze nach Chile zu fahren. Doch die Chilenen fahren am Ende der Woche wieder zurück und berichteten von Wartezeiten auf der Herreise an der Grenze von bis zu 8 Stunden. Deshalb versuchen wir jetzt hier in Mendoza bei der Inmigracion eine Verlängerung unseres 3-Monatsvisums um weiter 3 Monate zu bekommen. Nach 2,5h Wartezeit und der Klärung, dass das scharfe ß im Deutschen kein B ist und somit Richard nicht KREBMANN heisst sondern KRESSMANN findet der Computer ihn auch. Jetzt müssen wir noch zur National Bank um die Gebühr von 45€ zu bezahlen und gliedern uns in die Warteschlange von ca. 1 h Wartezeit ein. Für die APEs brauchen wir aber ebenfalls noch eine Verlängerung und die stellt der Zoll aus. 1 h warten an der Bank hier bringt nichts, dann hat der Zoll zu, so fahren wir erst zum Zoll. Und was für ein Wunder innerhalb von 5 Minuten haben wir eine Verlängerung bis zum Mai 2018. Um die Ecke ist noch eine Nationalbankfiliale wo nicht so viele Leute anstehen und wir entrichten unseren Obolus. Mit der Einzahlungsquittung wieder zurück zur Inmigracion, es ist inzwischen 13.20h, 10 Minuten vor Schalterschluss, aber der Notar der unterschreiben muss ist schon weg. Also dann müssen wir eben morgen früh nochmal antanzen. Lustig, auf der Inmigracion treffen wir 2 deutsche Studentinnen, die Weinbau studieren und hier 1 Auslandssemester absolvieren. Wir können es kaum glauben aber eine von beiden kommt aus Würzburg !! Die Welt ist einfach zu klein.

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Eingestellt von Ricargentinado 05:40 Kommentare (2)

Fiambala,Chilecito,Talampaya,Ischigualasto 2.-9.9.17

Die Fahrt von Belen zu der Therme von Fiambala ist eher eintönig 190km geradeaus in einem sehr weiten Tal. Wir enden in einem Sandsturm bei einem Weinbauern mit Campingplatz als einzige Gäste unter hohen Olivenbäumen, bei Temperaturen um die 35 Grad und heftigen Wind. Die Therme selber ist noch weitere 25km in den Bergen und besteht aus 14 Becken, die kaskadenmäßig in einer engen Schlucht naturnah angeordnet sind. Das oberste Becken hat 42 Grad und das letzte noch ca. 30 Grad.
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Der geplante Abstecher von hier aus über den 4700m hohen Pass San Francisco nach Chilemusste ausfallen, da die APEs nicht mehr ansprangen. Wir laden 24h lang alle Batterien, doch dieser feine Staub und Sand macht die Anlasser wohl schwergängig. Am nächsten Tag gibt es einen Kälteeinbruch, wir sind ja immer noch auf 1500m, und der Pass ist zugeschneit und geschlossen. So fahren wir 190km südlich nach Chilecito ( klein Chile) auf 1080m hinunter. Dort gibt es ein Meisterstück von Seilbahn in die in 4600m hohe gelegene alte Gold, Silber und Kupfermine aus dem Jahre 1903. Die 35km lange Seilbahn wurde von der Leipziger Firma Adolf Bleichert aus Leipzig in nur 2 Jahren gebaut und überwindet 2600 Höhenmeter auf 262 Pfeilern bis zu 54m Höhe und mit insgesamt 9 Stationen auf denen die mit Dampf betriebenen Antriebe standen. Ein Wunderwerk der damaligen Zeit, denn ohne Hebezeuge oder Maschinen wurde alles per Maultier und Hand nach oben geschafft und montiert. Die Arbeiter bestanden vorzugsweise aus Italienern und jungen einheimischen Burschen weil dies besser mit der Höhenkrankheit zurecht kamen. Dennoch mussten hier viele ihr Leben lassen, denn z.B. auf Station 7 herrschte eine Durchschnittstemperatur von – 20 Grad. Die englische Firma Famatina Development Corp. Betrieb die Mine bis 1912, der 1. Weltkrieg brachte das Aus für die Mine. Die Kumpels betreiben die Mine in eigener Regie nach bis 19390, doch nach und nach verfiel die Mine und die Seilbahn. Chilecito bietet noch weitere interessante Sehenswürdigkeiten wie die Finca Samay Huasi des Schriftstellers, Politikers, Professors und Gründer der Universität in La Plata, Dr. Jaquin Victor Gonzalez ( geb. 1862). Heute betreibt die Finca Weinbau, Obst und Olivenanbau und vermietet Zimmer mit Vollverpflegung im gehobenen Stil für 85€ p.Person und Nacht. Weiter gibt es in Chilecito eine der größten Weincooperativen, die Bodega Cooperativa Riojana, die 40-50 Millionen Liter Wein jährlich in riesigen Betontanks keltert. Den Barrique Geschmack erzeugen sie mit französischen oder amerikanischen Eichenchips. Die Bezeichnung Reserva oder Gran Reseva heißt lediglich wie lange der Wein im Tank oder die edleren Sorten im Faß gelagert wurde.
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Weiter geht die Fahrt in den 170km entfernten Parque Nacional Talampaya mit seinem imposanten Canyon. Leider ist es zum ersten mal richtig bewölkt. Der Park kann nur durch geführte Bustouren von 2,5h Dauer erkundet werden. Die senkrechten bis zu 50m hohen, roten, glattgeschliffenen Felsen bringen teilweise auch Formen zustande, denen man Namen gegeben hat wie: die Kathedrale, der Condor oder Mönch. Schade, denn mitn der Sonne wäre das Rot noch imposanter gewesen.
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Am gleichen Tag fahren wir weiter zum Parque Provincial Ischigualasto mit dem Valle de la Luna. Das Wetter verschlechtert sich und es ist Regen angesagt, deshalb beschließen wir doch noch am Abend im Konvoi von 4 PKWs mit einer einheimischen Führerin die 40km lange Piste mit unseren APEs mit zu machen. Die bizarre Lagune war einst eine grüne saftige Landschaft, im Trias vor rund 250 Millionen Jahren, als die Kontinente noch nicht auseinander gedriftet waren. Durch die Entstehung der Anden verschwand das Wasser hier und Pflanzen und Dinosaurier starben. Die Bergkegel sind vulkanischen Ursprungs und bestehen aus Lava, Kohle und Asche. Die verwitterten Formationen haben ebenfalls Namen bekommen: Sphinx, Schildkröte, U-Boot oder Pilz. Hier wurden auch die Skelette der ältesten Dinosauriern ( 250-228 Mio.Jahre alt) gefunden, die viel kleiner waren als die jüngeren aber riesigen Dinosauriern weiter im Süden in Patagonien.
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Eingestellt von Ricargentinado 05:35 Kommentare (0)

Cafayate – Ruinas Guilmes – Belen 27.08-01.09.2017

Die Fahrt von Salta nach Cafayate geht über die RN 68, 190 km in Richtung Süden. Die Routa 40 westlich ist zwar reizvoller aber Piste, die wir nicht wählen um APE’s und Rücken zu schonen. In einem kleinen Dorf unterwegs geht’s nicht weiter, da eine Prozession mit Schutzheiligen des Dorfes und eine Parade von Gauchos (Männer, Frauen und Kinder) auf der Straße umziehen – willkommene Pause für ein Asado im Festzelt. Die letzten 50 km vor Cafayate ist die Felslandschaft der Qudorada wieder atemberaubend. Der dunkelrote Fels in der Abendsonne, die bizarren Formen und Klüfte sind ein einmaliges Erlebnis. Am Campingplatz treffen wir wieder Weltenbummler, diesmal aus der Schweiz die vor 1,5 Jahren mit ihrem VW-Bus in Kanada gestartet sind und wie wir im Dezember/Januar in Ushuaia sein wollen.
Die ganze Gegend von Cafayate besteht nur aus Weingütern mit Weinreben soweit das Auge reicht. Die Sorten Malbec (rot) und Torrontes (weiß) sind die Hauptsorten neben Sauvignon blanc,Chardonnais, Syrah, Merlot, Tempranillo, die hier in Höhen zwischen 1700 und 3000 m ü NN bei 340 Sonnentagen mit 200 mm Niederschlag und einem Temperaturunterschied zwischen Tag bis 38 °C und Nacht von 12 °C reifen. Das berühmteste Weingut Colome mit 39.000 ha Anbaufläche, das von Schweizern in der 4. Generation geführt wird liegt an der Pistenstraße in 120 km Entfernung. Leider gelingt es uns nicht Motorräder oder ein Auto zu mieten, denn dies ist nichts für unsere APE’s, schade! Der Ausflug in die Cueva del Suri (Strauß) in den Bergen bei Cafayate zeigt Felsenmalereien der Diaguitas die hier vor der Zeit der Inkas von Ackerbau und Viehzucht lebten. Die Felsenmalereien sind 3000 – 2500 Jahre alt. Ihre Sprache hieß Kahan. Die Pfade der Diaguitas wurden von den Inkas 1480 erweitert und die Sprache Quechua eingeführt. Diese erweiterten Pfade machten es den Spaniern leicht 1667 mit Pferden und Karren von Peru über Bolivien hier einzudringen. Ein weiteres Beispiel wie die Diaguitas siedelten sind die Ruinen von Guilmes. Die Siedlung war 30 ha groß und etwa 5000 Menschen lebten hier ca. 1000 n. Chr. Bis die Inkas und schließlich die Spanier kamen du die restlichen 2000 Diaguitas als Sklaven nach Buenos Aires verschleppten und so diesen Stamm auslöschten.
In der Nähe von Belen wurde 1980 der Zeremonienplatz El shingal de Quimivil Inkas aus der Zeit um 1470 entdeckt und archäologisch untersucht sowie teilweise rekonstruiert. Die Auswahl dieses Platzes liegt darin begründet, daß die natürliche Umgebung mit einzelnen Bergen im Süden, Norden, Osten und Westen den typischen Anordnungen der Inkakultur entsprach. Die ca. 25 m hohen Hügel im Osten (Mondhügel, weiblich) und Westen (Sonnenhügel, männlich) dienten als Aussichtspunkt und Altar. Der große Platz der von einer doppelwandigen Mauer umgeben ist misst 157 x 157 m und hat in der Mitte einen erhabene Plattform für Zeremonien mit einer Art Steinthron als Symbol der Macht der Inkas. Hier wurden die Opfer dargebracht aus Essen, Getränken sowie die Tieropfer vollbracht. Die Treppen zum Himmel führen zu einer Plattform auf der die Inkas die religiösen Aktivitäten zur Verehrung der Sonne durchführten. Zu diesem Zeremonienplatz kommen ca. 20.000 Inkas aus der ganzen Region. Der 21. Juni (längster Tag und kürzeste Nacht) war der Beginn des neuen Jahres im Inkakalender. Der Name Shincal entstand heutzutage dadurch, weil der Busch Shingui diesen Platz total überwuchert hatte, sodaß die Anlage erst 1990 entdeckt wurde.
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Eingestellt von Ricargentinado 16:13 Kommentare (2)

Salinas Grandes-Salta 21.08-27.08.2017

Wir nehmen Abschied von Humahuaca nach 14 Tagen und fahren zum 4. Größten Salzsee Südamerikas den Salinas Grandes in 3450 m Höhe. Er ist vor 5-10 Mio Jahren entstanden und hat eine Fläche von 12.000 Hektar. Da das Salz kein Jod enthält, weiß man, dass sich hier vor langer Zeit ein Süsswassersee befand, der ausgetrocknet ist. Das Salz wird vom Regenwasser aus den Mineralien der Berge und dem Untergrund des Sees gelöst und drückt nach oben. Die Salzschicht ist etwa 50 cm mächtig. Dieser Prozess ist auch heute noch in Gang, wodurch die Salzschicht weiter an Stärke zunimmt. Das Salz wird natürlich von den hier lebenden Einheimischen abgebaut und verkauft.
Wir verbringen die Nacht in den APE’s unter einem unbeschreiblich klaren Sternenhimmel ohne jegliches Stören künstlichen Licht weit und breit. Unsere Schlafsäcke reichen gerade noch für die -6 °C bis -8 °C in der Nacht.
In Etappen geht es weiter, erst wieder zurück nach Pumamarca, Jujuy und 180 km nach Salta, der Schönen. Die Fahrt geht schneller, denn es geht viel bergab bis auf 1200 m ü NN. Die „free walking tour“ durch Salta zur Basilika, Basilika menor San Fanzisco, dem Kloster der Karmelitterinen und dem Denkmal von General Güemez, der zusammen mit einer Armee Gauchos und der Bevölkerung als Partisanen erfolgreich gegen die Spanier kämpfte. Ein weiteres Highlight ist das Museum of High Altitude Archeologie in dem die Funde der Kindesopfer und Opfergaben am Gipfel des Llulbaiblaco in einer Höhe von 6700 mim Jahr 1999 völlig in Takt gefunden wurden. Der ständige Frost und der geringe Sauerstoffanteil in dieser Höhe lies die auserwählten Kindesopfer der Inkas nicht verwesen. Nachdem Salta mit seinen 650.000 Einwohnern eine Großstadt ist, versuchen wir hier Ersatzteile für die APE’s zu besorgen. Eine neue Funkantenne und eine Wasserpumpe für meine (Ric) APE brauchen wir. Wir klappern mindestens 8 Läden ab, aber finden wieder in den kleinsten Läden was wir brauchen. Nach erfolgreicher Montage geht es am Abend in die Folklore-Partymeile. Hier ist ein Restaurant neben dem anderen und überall wird live musiziert und getanzt. Folklore Tänzer und ganze Gruppen ziehen von Restaurant zu Restaurant, so daß die Zeit verfliegt. Gegen halb drei brechen wir dann auf und haben nebenbei 4 Flaschen delikaten Wein genossen. Der nächste Tag ist von Ausschlafen geprägt, damit wir wieder fit sind für das Rugbyspiel Argentinien Pumas gegen Südafrika Springbocks am späten Nachmittag. Die 17.500 Zuschauer (99% Argentinier) feuern vergebens ihre Pumas an, denn sie verlieren 41:23.
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Eingestellt von Ricargentinado 16:03 Kommentare (0)

Humahuaca 12.08 - 21.08.2017

Wir ziehen in ein anderes Hostal weil unser jetziger Hostalmanager Doppelbuchungen hatte und nicht so gut organisiert ist. Doch dieser Umzug in die Motoposada ist ein Glücksgriff. Der Inhaber, Gustavo, ist ein Motorradfreak mit diversen BMW’s und findet unsere APE’s und Vorhaben so toll, daß er uns umsonst bei sich wohnen lässt. Gustavos Spitzname ist „Dios de las motos“! Er sammelt alle möglichen 2-Räder, repariert sie und sammelt alles was ausgefallen und alt ist. Wir verbringen eine tolle Zeit mit ihm und seiner Frau mit 4 jähriger süßer Tochter und den Gästen im Hostal Humahuaca. Wir bereiten ein chinesisches Abendessen für die Familie und einige Gäste, unter anderen einer etwas exzentrischen Pianistin, Designerin und Esotherikerin. Gegen Mitternacht setzt Gustavo seine alten Gramophone mit Shellackplaten in Gang zu dessen Klängen getanzt wird. Ein unvergesslicher Abend/Morgen! Der etwa 185 cm große Gustavo möchte eine Fahrt mit der APE machen. Keine Frage, also machen wir eine Runde samt Frau und Kind um Humahuaca. Jedesmal wenn er bremsen muss, geht der Scheibenwischer an, denn seine Beine sind einfach zu lang und betätigen gleichzeitig den Schalter für den Scheibenwischer. Nach der Ausfahrt meint er, dass dass meine (Ric) Rückenschmerzen von dem Recarositz kommen, weil der nicht genau in der Achse des Lenkrades ist. Er bietet mir an in die 120 km entfernte größere Stadt Jujuy zu fahren und bei seinen befreundeten Autosattlern den Sitz abzuändern. Beim 3. Autosattler hatten wir Glück, er war bereit am Freitag Nachmitag diese Arbeit anzunehmen. Nach 4 h war er fertig, die Seitenhalterungen waren entfernt und der Rücken aufgepolstert. Das ganze für 500 Pesos ca. 30 €!! Es folgte noch die 2. WochePhysiotherapie in Humahuaca und die Schmerzen wurden langsam, zusammen mit der Medizin, weniger.
Damit es nicht zu langweilig wird in den zwei Wochen in Humahuaca unternehmen wir eine Ausfrlug mit dem Linienbus ins 140 km entfernte Casabindo wo die fiesta patronal de la virgen de la asuncion und der traditional toreo de la vincha stattfindet. Schon die Bussfahrt ist ein Erlebnis, mdenn der 1. Bus ins 85 km entfernte Abrapampa hat 1,5 h Verspätung. Dann geht es weiter über 55 km staubige Piste im uralten, klapprigen Bus und der Staub dringt durch alle Ritzen! Die Prozession mit den diversen Heiligen, den Tänzern mit Federn und Stiermasken und den Musiktruppen geht bis zur Kirche. Danach folgen in der Arena traditionelle Tänze, Gesang und unblutige Stierkämpfe. Der Torero hat nur ein rotes Tuch um den Stier zu reitzen. Der Stier trägt eine Art Stirnband, das der Torero abziehen muß. Einige Stiere haben wenig Lust in der Mittagshitze herum zu rennen und möchten lieber wieder nach Hause. Jedoch einige nehmen die Toreros auf die Hörner.20170819_222849.jpg20170819_140401.jpg20170819_132953.jpg20170816_125431.jpg20170815_135441.jpg20170815_120828.jpg
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