Reise blog von Travellerspoint

Weiterfahrt Tucuman – San Salvador de Jujuy 21.7.17 – 25.7.1

Nächste Etappe wieder 210km nördlich über Rosario de la Frontera nach San Salvador de Jujuy. Die Strecke wird bergiger, so steigen wir langsam aber gut machbar auf 1300m üNN in S.S.de Jujuy. Doch gleich am Anfang fängt meine APE an alle 15-20km aus zu gehen. Nach kurzer Pause fährt sie wieder. Das machen wir ein paar mal mit und packen dann unsere Werkstatt und das Ersatzteillager aus. Erste Ursache könnte sein, dass der Filter am Benzinhahn vom Tank verstopft ist. Aber der ist sauber. Also Motorverkleidung abbauen und Vergaser ausbauen und reinigen. Es ist schön heiß, fast 30 Grad und das Benzin läuft mir bis unter die Achseln. Nach gründlicher Reinigung aller Düsen und Zuläufe bauen wir alles wieder zusammen und wechseln vorsichtshalber noch die Zündkerze und setzten unsere Fahrt nach 2 Stunden fort. Jetzt schnurrt sie wieder. Heute ist aber nicht unser Glückstag. Beim nächsten Umpumpen vom Zusatztank in den Originaltank, klappt das bei Richies APE nicht. Wir versuchen alle denkbaren Varianten 3 Stunden lang, bis wir einsehen müssen, dass die Benzinpumpe selbst defekt sein muss. Schlussendlich saugen wir per Mund den Sprit über einen Benzinschlauch in den Reservekanister und füllen so 3x den Originaltank. Jetzt stinken wir beide gleichmäßig nach Benzin, der typische Schraubergeruch mit tief schwarzen Trauerrändern unter den Fingernägeln. Wir sind gerade mal 40 km von unserem Startpunkt entfernt und wollen noch bis in die nächste kleinere Stadt gelangen bevor es dunkel wird. An einer Tankstelle vor Rosario de la Frontera übernachten wir. Am nächsten Morgen, Samstag den 22.7.17 wechseln wir dann die Benzinpumpe, denn eine Reservepumpe haben wir dabei. Allerdings haben wir das Vertrauen in die Technik Made in China verloren und versuchen eine neue Pumpe aufzutreiben. Es ist allerdings Samstag und die Läden öffnen, wenn überhaupt erst nach 17h. Die Einheimischen sind äußerst hilfsbereit herauszufinden, wer solche Pumpen haben könnte und telefonieren herum. Nach 3 -4 Anläufen schlägt unser Herz höher, den aus den Tiefen des Ladentisches kramt der Besitzer tatsächlich eine brauchbare Ersatzpumpe Made in Italy hervor und siehe da, noch eine!!! Die kaufen wir sofort für 800Pesos (ca. 45€/Stück).
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Heute ist letzter Ferientag der 3-wöchigen Winterferien im Norden Argentiniens. In Buenos Aires fangen die Winterferien morgen erst an. Jetzt gibt es wieder mal eine größere Etappe von 210km zu meistern nach S.S.de Jujuy. Die Straßen sind sehr gut, es geht bergauf und bergab und einmal sogar so steil Berg runter, dass wir bis auf 85kmh schaffen, aber der nächste Berg wartet nicht weit entfernt. Beide APEs laufen gut, das Umpumpen funktioniert auch. Es ist halt nichts zu schwör für die Inschenör !!! In S.S. de Jujuy muss erst mal die ganze Benzinwäsche in die Wäscherei und außerdem ist die letzte Wendeunterhose im Gebrauch. Man merkt hier jetzt deutlich wie sich die Gesichter geändert haben und der indianische Anteil der Bevölkerung überwiegt. Relativ kleinwüchsig mit schlitzigen Augenpartien. Allerdings sind sie nicht so auffällig dick wie in den Städten zuvor die andereren Menschen mit allen möglichen europäischen, afrikanischen oder anderen Wurzeln. Heute haben wir noch einen Versuch gestartet unser Visum für uns und die Autos auf 6 Monate zu verlängern. Für die Personen ist das Amt für Immigracion zuständig. Dieses gibt es in jeder größeren Stadt und verlängert doch jeweils nur für weitere 3 Monate. Für die Autos ist der Zoll zuständig und zwar der operative Teil, den es auch in den größeren Städten geben soll. Das bedeutet, dass wir nicht unbedingt über die Anden nach Chile krabbeln müssen. Wir haben noch bis 3.10.17 mit dem 1.Visa. Jetzt wird es hier im Norden abwechslungsreicher, sodass wir keine so großen Sprünge machen werden und außerdem geht es bis auf gut 3000m Höhe.
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Eingestellt von Ricargentinado 08:27 Kommentare (3)

Weiterfahrt Santiago del Estero - Tucuman 19.7.17 – 20.7.17

Nachdem wir uns von der Feierei wieder erholt haben geht es weiter in die geschitsträchtige und wichtigste Stadt Argentiniens, den hier wurde die Unabhängigkeitserklärung am 9.Juli 1816 zwischen den Spaniern und für ganz Argentinien unterschrieben. Die Stadt selber ist recht heruntergekommen, bis auf die paar Sehenswürdigkeiten, die es eigentlich in jeder größeren Stadt gibt: Den Plaza de la Independencia, oder Plaza San Martin, oder Plaza General Belgrano mit einer Kathedrale auf einer Seite, dem casa del gobierno auf der anderen Seite und einem Brunnen mit einem Standbild des jeweiligen Nationalhelden. Hier trifft man sich am Abend zum Prominieren, Tanzen und Musik machen. So auch an diesem Abend treten verschiedene Tanzgruppen auf in ihren traditionellen Kostümen. Wir bekommen einen besonderen Applaus aus dem Publikum als der Sprecher verkündet, dass wir aus Deutschland kommen. Was bei diesen ganzen Festen und Feiern auffällt ist, dass es keinerlei Betrunkene gibt, weder bei der Jugend noch bei den anderen Gästen. Alle sind fröhlich und feiern und tanzen ausgelassen.20170720_213755.jpg20170720_193142.jpg20170720_123612.jpg20170720_111258.jpg20170720_110307.jpg20170720_105536.jpg

Eingestellt von Ricargentinado 08:16 Kommentare (0)

Weiterfahrt Cordoba – Santiago del Estero 12.7.17 – 18.7.17

Nachdem die Wäsche in der Wäscherei auch fertig ist machen wir uns auf ins 200km nördlich gelegene Santiago del Estero. Das Wetter ist gut 20 Grad, leicht bewölkt aber Nachts bis -5 Grad. Die Landschaft ändert sich ebenfalls, sandige, karge Böden, bewachsen mit Buschwerk und Kakteen. Hier weiden nur noch Ziegen und Schafe, die an jeder Ecke zum Essen angeboten werden. Des weiteren stehen Schlangen, Schildkröten und Decken in den bunten Indiofarben zum Verkauf entlang der Routa Nacional No.9. Es ist so flach, dass erstmalig unser Verbrauch auf unter 6l/100km sinkt. Nach einer Nacht entlang des Weges wird die Landschaft abwechslungsreicher und bergiger. Außerdem hatten wir unser 1. Überhohlmanöver seit 2200km, nämlich an einer steilen Stelle haben wir den LKW mit 10kmh locker mit unseren 15kmh versägen können. Bergab gleich das nächste highlight: Höchstgeschwindigkeit 75kmh, Kupplung treten und laufen lassen. Wir finden einen Campingplatz fußläufig zur Stadt und kommen genau zu richtigen Zeitpunkt, denn am Wochenende finden die Feiern zum 464 jährigen Bestehen mit dem berühmten Marcha de los Bombos( Trommel) statt. 20170715_121904.jpg90_20170715_123144.jpg20170715_123608.jpg20170715_130523.jpg20170715_132704.jpg90_20170715_133142.jpg20170716_171155.jpg90_20170717_200920.jpg
Aus dem der ganzen Umgebung und ganz Argentinien reisen Gruppen in ihren Trachten und mit tausenden von Trommeln an um an dem Umzug teilzunehmen. Musik, Tanz, Essen, Asados, Kuchen und Süßigkeiten an jeder Ecke. Die Fiesta geht die ganze Nacht durch und dauert das ganze Wochenende. In einem Folkloreclub spielen lokale Bands und es wird der Charter Tanz von Nordargentinien getanzt. Ein weiterer Tanz heisst Salsa und ist nicht die kubanische Salsa, sondern wird mit Dreieckstüchern getanzt und ist ein fröhlicher umwerbender Tanz der paarweise getanzt wird. Am Montag versuchen wird dann wieder mal Geld aus dem Automaten zu holen, aber es klappt einfach nicht, weder mit Master- noch Visacard. Grundsätzlich steht vor jeder Bank eine Schlange Einheimische, die Geld abheben möchten. Oft funktionieren die Automaten nicht oder sind leer. Die argentinischen Banken geben oft nur Geld an die Einheimischen, weil sie nicht genug Devisen haben. Außerdem kann man maximal 2000Pesos (ca. 110€) abheben. Wir suchen jetzt immer internationale Banken wie Santander oder HSBC, die es natürlich nicht in den kleineren Städten gibt.

Eingestellt von Ricargentinado 07:39 Kommentare (0)

Grenzübertritt Salto Uruguay - Concordia Argentinien 5.7.17

Weiterfahrt Concordia nach Cordoba 5.7.17 – 12.7.17

Grenzübertritt Salto Uruguay nach Concordia Argentinien 5.7.17
Weiterfahrt Concordia nach Cordoba 5.7.17 – 12.7.17
Die Einreise nach Argentinien war recht reibungslos, in gut einer Stunde waren alle Formalitäten erledigt. Die strengen Einfuhrbestimmungen von Lebensmitteln, dass keinerlei Obst, Gemüse oder Fleisch eingeführt werden darf, wurden bei uns nicht angewendet. Eine halbe Stunde Palaver mit den Zöllnern über unsere Reisepläne und mit viele Ratschlägen durften wir ohne jegliche Inspektion einreisen. Leider haben wir, trotz wiederholter Erklärungsversuche, es nicht geschafft ein Visum für 6 Monate zu bekommen, sondern nur für 3 Monate. In Concordia müssen wir erst mal wieder unsere Technik für Argentinien umrüsten. Telefonkarten kaufen und für das Navi die Karten von Argentinien, Paraguay, Bolivien und Chile aufspielen lassen. Damit ist man schon mal den ganzen Tag beschäftigt. Für das IPhone von Richard müssen wir zu einem Spezialisten, damit der Hotspot eingerichtet werden kann. Aber jetzt funktioniert alles wieder. Wir müssen allerdings feststellen, dass das Netz nicht gut ausgebaut ist und das Internet allgemein sehr langsam ist.

Das nächste Ziel ist Santa Fe ist 310km entfernt, deshalb übernachten wir auf halben Wege an einer Tankstelle mit Wifi. Die Strecke ist eher langweilig, viel Pampas, jede Menge Reiher, Störche, Wellensittiche und Greifvögel in der sehr wasserreichen Gegend. Unterwegs überholt uns ein klappriger Citroen 2 CV mit zwei älteren Herren, die mit uns sprechen möchten. Ein Plausch am Straßenrand über ihre 2 CV-Rallyes in Uruguay und Argentinien und unser Vorhaben mit ein paar Erinnerungsfotos und weiter geht die Fahrt. Uns wird ständig von vorbeifahrenden Autos aus zugewunken und Fotos geschossen sowie Videos von unseren APEs gedreht. In Santa Fe erwischt uns ein mächtiges Gewitter mit Starkregen, die Straßen sind überflutet, es stinkt nach Kloake und die Schlaglöcher sind nicht mehr zu erkennen. Wir besuchen ein Museum des Franziskanerklosters und warten bis der Regen nachlässt um einen Campingplatz außerhalb aufzusuchen. Der ist aber geschlossen, es ist ja Hochwinter! Wir suchen uns ein Plätzchen, werden aber von Einheimischen gewarnt, dass dies hier nicht sicher ist und wir damit rechnen müssten ausgeraubt zu werden. Sie halfen uns sehr nett den Campingplatzwärter zu finden, der dann für uns den Platz öffnet. Es gab sogar eine heiße Dusche. Es ist aber recht frisch bzw. nasskalt, ca. 7Grad in der Nacht und maximal 15 °C am Tag.

Weiter geht die Reise 350km bis nach Cordoba, wieder mit Zwischenstopp und Übernachtung an einer Tankstelle. Wir haben jetzt unsere Tagesfahrstrecke mit ungefähr 150 -180km mit 4-5 Stunden Fahrzeit als gut machbar herausgefunden. Heute am 9.7. ist Feiertage, Dia de la Independencia im Jahre 1816, wurde in Tucuman Argentiniens Unabhängigkeit von der spanischen Kolonialmacht unterzeichnet. Unterwegs halten wir bei einem Gaucho Festival, bei dem die von Jung bis Alt-Gaucho gegeneinander in einem Hindernissparcour antreten.

In der 2 größten Stadt Argentiniens sollte es einen Campingplatz 20km außerhalb geben, aber der existiert offensichtlich nicht mehr. Wir entschließen uns die nächsten 3 Tage in einer Jugendherberge mitten im Zentrum zu übernachten. Wir haben Glück, denn außerhalb der Saison haben sie ein Zimmer für uns. Wir treffen viele internationale junge Leute auf Reisen durch Südamerika. Ein Stadtrundgang zu den Sehenswürdigkeiten mit der sogenannten “ Free walking tour“ gibt einen guten Einblick in die bunte Vergangenheit der Stadt. Kathedrale, Franziskanerkloster und Krypta, die älteste und renommierteste Universität von Argentinien mit über 200000 Studenten zusammen mit den anderen 6 Universitäten aller Fakultäten, die Gedenkstädte der ca. 30000 vermissten Personen aus der Zeit der Militärdiktatur und Museen sind ein fülliges Programm. Am Abend gibt es noch eine Führung in das jetzige Studentenviertel Nueva Cordoba wo früher die Aristokraten wohnten und in das ehemalige Arbeiterviertel Güemes. In Neuva Cordoba wohnen fast nur Studenten zu Mieten die recht ordentlich sind: 550€ im Monat !!! In Güemes haben sich die Künstler niedergelassen und die Antikläden beherbergen so manchen Schatz und am Wochenende sind hier die Flohmärkte. Am späten Abend genießen wir den typischen argentinischen Rotwein Malbec, der aus Patagonien stammt.

Nachdem es hier so viel zu sehen gibt, verlängern wir unseren Aufenthalt zum 2. Mal um einen weiteren Tag um in das 40km südlich gelegene Alta Gracia mit dem Bus zu Fahren. Dort befindet sich das Geburtshaus von Che Guevara, das heute ein Museum, sowie das Museum von dem Komponisten Manuel de la Falla und das Museum des Bildhauers Dubois. Im Che Museum steht noch das Original Dreirad, Fahrrad und Motorrad von Che, sowie die Wohnungseinrichtung.

Eingestellt von Ricargentinado 17:01 Kommentare (4)

Auf dem Landweg: Montevideo nach Salto Uruguay 28.6.-5.7.17

Nach 4 Tagen in Montevideo starten wir in Richtung Norden nach Colonia del Sacramento. Die Fahrt auf der Routa 1 läuft gut. Der Zustand der Straße ist meist gut, aber man Muss immer mit größeren Schlaglöchern rechnen. Eine nette Überraschung für uns ist, dass wir keine Strassenmaut bezahlen müssen, denn wir fallen in die Kategorie Traktor, Motorrad und Fahrrad! Unterwegs überholt uns ein Feuerwehrfahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn mit deutschen Kennzeichen MOL Märkisch Oderland. Dieses Ehepaar sieht in Deutschland keine Zukunft mehr und hat sich hier Land gekauft um einen Campingplatz mit Bungalows und Wohnmobilstellplätzen zu bauen und zu betreiben. Was bei der Fahrt auffällt ist, dass es jede Menge Land und zwar hektarweise bis 80 ha, zu kaufen gibt.
Am 29.6.17 schauen wir uns den historischen Altstadtteil von Colonia del Sacramento an. Auf dem Campingplatz sind wir zusammen mit einem Künstler die einzigen Gäste. In der Umkleide des Fußballplatzes nebenan gibt es warme Duschen die wir benützen dürfen, ansonsten bietet der Platz nicht viel.

Am 30.6.17 geht es weiter nach Charcra de Dolores am Rio San Salvador, ein Nebenfluss vom Rio Uruguay, dem wir jetzt bis in den Norden folgen. In der Mittagspause in Carmelo werden wir vom lokalen Fernsehsender angesprochen um ein Interview zu geben über unser Vorhaben und natürlich sind die APEs wieder die Hauptatraktion. Wir machen einen kurzen Stopp bei dem Weingut Campotinto mit einer Degustation ihres Hauptweines, Tannat als Reserva oder Gran Reserva im Barrique ausgebaut. Die Traube kommt ursprünglich aus Frankreich und der Name Tannat beruht auf dem hohen Taningehalt, der sehr gesund für Herz und Blutdruck ist. Also kaufen wir gleich 3 Flaschen, mehr Platz haben wir leider nicht in der APE.
Am 1.7.17 geht es weiter nach Nueva Berlin über Fray Bentos. Hier in Fray Bentos gibt es die Ruinen der Fabriken vom Deutschen Justus von Liebig zu besichtigen. Diese Fabriken stellten seit 1860 Rinderbouillonwürfel und Corned Beef her, die weltweit vertrieben wurden. Besonders gehörten diese ins Gepäck der Soldaten des 1.und 2.Weltkrieges und haben so manchen Soldaten vom Verhungern gerettet. Später wurden diese besonders in Großbritannien unter den Namen OXO (1899) und Anglo (1943) gehandelt. In Nueva Berlin leben einige Deutsche und es gibt hier ein paar Brocken der Berliner Mauer. Ansonsten gibt es hier nicht viel zu sehen, außer der Sammlung von Oldtimern am Eingang zum Dorf. Nur ein paar Hauptstraßen sind asphaltiert, die anderen sind Lehmpisten mit jeder Menge Schlaglöcher. Der romantische Übernachtungsplatz am Rio Uruguay stellt sich als nicht sehr vorteilhaft heraus, denn am Samstag Abend verwandelt sich der Club der Fischer in eine Diskothek und die Bässe wummern bis in die frühen Morgenstunden.

Am 2.7.17 geht es weiter nach Paysandu. Die Landschaft rechts und links der Routa nacional ist geprägt von riesigen Feldern mit gerade aufgehender Getreidesaat, unendliche Wiesen mit Rindern aller Art und Färbungen und Eukalyptuswäldern, die im großen Stil abgeholzt und wieder aufgeforstet werden. Ständig kommen uns LKWs mit Holzladungen entgegen und die leeren Holz-Lkws überholen uns im rasenden Tempo. An den Steigungsstrecken machen wir freiwillig Platz für die LKWs und Fahren auf der Standspur. Wir müssen also immer ein Auge auf die Strassenbeschaffenheit haben und ein Auge im Rückspiegel. Plötzlich gibt es Fehlzündungen mit lautem Geknalle aus der Ric-APE, sie hat keine Leistung mehr und bleibt stehen. Die Rückstände im Zylinder haben sich zu einem Klümpchen geformt und zwischen die Kontakte festgesetzt. Die neue Zündkerze aus unserem Ersatzteillager ist schnell eingesetzt und weiter geht die Fahrt. Inzwischen sind die Nächte recht kalt, so um die 5-7 Grad und tagsüber ohne Sonne 16 Grad, mit Sonne um die 20 Grad. Inzwischen ist auch die Grande Amburgo nach 4 Tagen vor Anker vor Buenos Aires und 3 Tagen im Hafen von Zarate in Montevideo angekommen. D.h. wir haben 8 Tage gewonnen dadurch, dass sie uns schon vor 1 Woche ausgeschifft haben.
Am 3.7.17 geht es weiter in die Thermen vom Dayman in der Nähe von Salto. Hier bleiben wir 2 Tage und genießen die Annehmlichkeiten von warmen Wasser, Massagen und Fangogesichtspackung. Da im Moment noch Schulferien sind ist es recht voll mit Familien, aber anscheinend nichts gegen die Menschenmengen die im Sommer hierherkommen. Wir leisten uns ein Hotel, richtiges Bett und warme Dusche. Am 5.7.17 geht es in Salto endgültig hinüber nach Argentinien. Alle Essensvorräte müssen wir noch vertilgen, weil man nichts Essbares nach Argentinien einführen darf. Immerhin haben wir jetzt in Uruguay 750km zurückgelegt und finden die Menschen sehr nett, höflich und hilfsbereit. Wild Campen ist kein Problem. Die Leute ihre Häuser, Läden und Autos sind eher ärmlich, natürlich mit Ausnahmen.

Eingestellt von Ricargentinado 06:03 Kommentare (4)

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