Reise blog von Travellerspoint

Weiterfahrt Santos Brasilien / Zarate Argentinien Montevideo

overcast 17 °C

Weiterfahrt Santos Brasilien / Zarate Argentinien / Montevideo Uruguay 21.6.17 21.30h - 24.6.17
Die Weiterfahrt entlang der brasilianischen Ostküste dauert 2,5 Tage. Wir legen im Schnitt 800 km in 24 Stunden zurück. Der Chef Mate ( 1.Offizier) gibt uns eine schlechte Nachricht, denn wir müssen voraussichtlich 4-5 Tage im Mündungsdelta des Rio de la Plata vor Montevideo vor Anker liegen, da der Hafen von Zarate Buenos Aires, unser nächstes planmäßiges Ziel, voll belegt ist. Am nächsten Tag macht uns der Master ( Kapitän ) Hoffnung, dass wir möglicherweise zuerst Montevideo anlaufen werden. Das würde uns eine gute Woche Wartezeit an Bord ersparen. So allmählich, immerhin nach 5 Wochen an Bord, haben wird genug von der kommerziellen Seefahrt. Dies bedeutet für den lokalen Agenten für Samstag Morgen um 3h den Lotsen, die Schlepper und das Personal für das Anlegemanöver zu organisieren. Dann für tagsüber die Abladekräne, Containerstapler und LKWs für den Abtransport der Container, sowie das Fahrerteam, die die Neuwagen von Bord fahren. Und nicht zuletzt eine lokale Person, die sich um unsere Ausschiffung samt Immigration und Zoll kümmert. Wir bekommen grünes Licht vom Agenten und legen um 3h am 24.6.17 in Montevideo an. Die Mannschaft an Bord ist nicht gerade begeistert von dieser Fahrplanänderung, da sie jetzt viele Fahrzeuge, Container und andere Gräte umparken oder ausladen und wieder einladen müssen, denn es war ja alles für Zarate als nächsten Hafen gepackt. Auch unsere Fahrzeuge stehen etwas hinten auf Deck 6 so können wir erst gegen 11h die APEs herausfahren müssen aber noch bis 13h auf die Leute für die Immigration und Zoll warten. Die Dame vom Zoll und Immigration interessiert sich wenig dafür ob wir etwas schmuggeln wollen, sondern die APEs öffnen uns Tür und Tor. Viel wichtiger ist es für sie ein paar Fotos zu schießen und von unseren Reiseplänen zu hören. Nach fast 2 Stunden ist dann alles erledigt und wir fahren los mit Ziel Wohnmobilstellplatz 20 km nördlich vom Zentrum. Die erste Überraschung haben wir beim Tanken, denn hier kostet der Sprit 1,56€/l und das bei unseren Schluckspechten!!!! Für die 20 km brauchen wir 50 Minuten und wir müssen uns sehr auf die Straßen konzentrieren, denn die sind gespickt mit Löchern und Bodenwellen. Der Stellplatz ist sehr einfach, eine Wiese mit ToiToi-Toilette, Wasser, Strom und schnelles WiFi, was hier eher selten ist. Hier verabschieden wir uns von unseren französischen Mitfahrern seit Antwerpen, die mit Ziel 2 Monate Bolivien losfahren. Danach lasse sie ihr Auto hier stehen bis Dezember und kommen dann nach Argentinien. Wir haben uns zu Weihnachten/ Neujahr dort mit ihnen verabredet. Wir legen uns Vorräte an und fahren ins Zentrum von Montevideo um unsere Technik in Gang zu bringen ( Navi funktioniert nicht und das 2.Handy von mir (Ric) ist gesperrt, außerdem möchten wir eine SIM-Karte für den Internetzugang besorgen). Das war alles sehr erfolgreich, denn jetzt funktioniert alles. Der Altstadtgang führt uns zuerst in den ehemaligen Mercado del Puerto der jetzt nur noch aus Restaurants und Imbissen besteht mit offenen riesigen Grillstationen für die Asados. Also nichts wie hinein in die Fleischkultur. Die Fußgängerzone vom Hafen bis zum Plaza de la Independencia führt an schönen restaurierten Häusern aus der Kolonialzeit und auch ganz heruntergekommenen Häusern vorbei. Die Leute sind freundlich helfen einem sofort weiter. Niemand bedrängt uns als Touri und es geht alles sehr gemächlich und langsam zu. An der Kasse vom Supermarkt hält die Kundin vor uns erst mal ein ausgiebiges Pläuschchen mit der Kassiererin, bevor wir dran kommen. Das Wetter ist angenehm, tagsüber 20-25 Grad und Nachts ca. 17 Grad. Das soll sich aber bald ändern, denn der Winter steht vor der Tür mit Tagestemperaturen von 15 Grad und Nachts bis zu 5 Grad. Die erste Reparatur war schon fällig, denn an meiner APE regnet es durch die Dachluke herein. Wir haben aber alles dabei, Werkzeug, Silikonspritze und Silikon und schon ist alles wieder dicht. Morgen am 28.6.17 fahren wir dann richtig los nach Punta del Este ca. 200km westlich an die Küste vom Rio de la Plata.

Eingestellt von Ricargentinado 14:56 Kommentare (1)

Santos Brasilien 21.6.17 03.30h - 21.6.17 21.30h

Santos Brasilien 21.6.17 03.30h - 21.6.17 21.30h
Diesmal liegt die Stadt ganz in Frachthafennähe, aber es ist dunstig, regnet und ist kalt ( 18 Grad). Am Nachmittag machen wir uns zu Fuß auf in die Stadt, ins Hafenviertel. Am Hafen stinkt es nach Kloake, denn der Regen fließt auf den Straßen nicht ab und die Kanäle laufen über. In der Stadt geht es ruhig zu, viele keine Läden und Straßenverkäufer, jede Menge Schuh- und Klamottenläden. In der Bank nach der Sicherheitskontrolle wird man per Handschlag begrüßt und verabschiedet. Alle sind sehr hilfsbereit und freundlich. Es gibt viele alte Kolonialgebäude, die recht heruntergekommen sind. Der Stolz ist das Kaffeemuseum, wo früher die Börse für den Kaffeehandel war. In den Gesichtern und von denn Staturen der Menschen kann man die Vielfalt der Abstammungen ablesen. Was auffällt ist, dass viele sehr dick sind. D.h. der natürliche afrikanische Steiß + Fast Food = sehr dicker Hintern. Selbst die Schaufensterpuppen haben diesen Schnitt !!! Das Schiff wird mit zusätzlichen 500 neuen Fiat Mittelklassewagen und Kombis, Made in Brasil, für Montevideo beladen. Container und Geräte werden wie gewohnt hin und her geladen. Um 21.30h legen wir wieder ab in Richtung Zarate, dem Frachthafen von Buenos Aires in 1800 km Entfernung. Die Vorhersagen für Zarate sind nicht gut. Angeblich ist der Hafen voll und wir müssen mit bis zu 4 Tagen Wartezeit im Delta des Rio de la Plata rechnen.

Eingestellt von Ricargentinado 06:23 Kommentare (2)

Rio de Janeiro Brasilien 19.6.17 14h - 20.6.17 12h

Rio de Janeiro Brasilien 19.6.17 14h - 20.6.17 12h
Die Einfahrt nach Rio verzögert sich bis 16 h, solange müssen wir draußen herumdümpeln. Die Einfahrt in den Frachthafen dauert 2 Stunden, da etliche Untiefen und Inseln langsam umfahren werden müssen. Die Lotsen die in jedem Hafen an Bord kommen kennen die Routen und zusammen mit 2 Schleppern wird unser Koloss sicher zur Anlegestelle bugsiert. Der Weg dorthin im Abendlicht, vorbei am Zuckerhut, dem Christo und den Einrichtungen für die Fußballweltmeisterschaft letztes Jahr liefert unendlich viele Fotomotive. Es bietet sich eine besondere Perspektive der Städte, wenn man sich ihnen von See her nähert. Auch hier werden werden wieder weitere 120 teure Autos ausgeladen, dafür kommen 450 neue Klein-und Mittelklassewagen von Peugeot und Citroen für Argentinien an Bord. Da ist wohl weniger Geld vorhanden als in Brasilien! Der erhoffte Landgang fällt aus, es ist bereits Nacht und der Weg vom Hafen zur Copacabana mit dem Taxi beträgt 45 Minuten. Für ein paar Stunden Rio bei Nacht trauen wir uns nicht so richtig. Wir wollten ja nicht gleich schon unter die Räder kommen !!!!

Eingestellt von Ricargentinado 06:21 Kommentare (0)

Vitoria Brasilien 18.6.17 8h – 18.6.17 19h

Vitoria Brasilien 18.6.17 8h – 18.6.17 19h
Wir spekulieren schon auf unseren 1.Landgang, doch wie immer sind die Frachthäfen weit entfernt von der Stadt und hier soll unser Aufenthalt nur ein paar Stunden sein. Also nix mit Landgang. Hier wird ein Großteil der teuren Porsche, Mercedes, Audi, Volvo, Rover etc. ausgeladen und wie immer Container entladen und andere wieder geladen.

Eingestellt von Ricargentinado 06:19 Kommentare (0)

Atlantiküberquerung Freetown – Vitoria Brasilien 12.6.17 9h

Atlantiküberquerung Freetown – Vitoria Brasilien 12.6.17 9h – 18.6.17 8h
Am 12.6.17 um 12 h starten wir in Freetown mit Kurs 221 Grad, Südwest, 4400km bis Vitoria. Am 14.6.17 um 7.05Uhr überqueren wir den Äquator, jetzt sind es nur noch 3080km bis Vitoria. Am 15.6.17 um 10h haben wir die halbe Strecke geschafft 2200 km. Zum letzten mal wird die Uhr1 Stunde zurückgestellt, sodass es jetzt bei uns 5 Stunden früher ist als in Europa (ohne England). Das bleibt jetzt so, von Nord- bis Südargentinien, Brasilien, Uruguay, Paraguay, Bolivien und Chile. Gegen Abend gibt es Generalalarm: 7 kurze Nebelhornsignale gefolgt von einem langen Nebelhornsignal. Die gesamte Mannschaft versammelt sich auf Deck 13, dem obersten Deck am Sammelpunkt (Muster Station), mit Rettungsweste und Neoprenanzug um weitere Instruktionen zu bekommen. Danach gibt es Feueralarm, 2 kurze Nebelhornsignale gefolgt vom Ertönen der Alarmglocke. Die Feuerwehrschläuche werden ausgerollt. Für Feuer im Inneren des Schiffes werden Teflonanzüge und Atemgeräte angelegt. Alles läuft gut und wie am Schnürchen. Auch wenn das nur ein Training für die Mannschaft war und kein echter Brand oder Unfall, so ist es gut zu wissen, dass im Notfall die Mannschaft funktioniert. Es folgen noch weitere Übungen wie, Bombe an Bord (war in einer der Waschmaschinen versteckt) und Verlassen des Schiffs im Rettungsboot. Alles lief geordnet ab. Am 16.6.17 sind es nur noch 1500 km bei schönem Wetter mit herrlichen Sonnenuntergängen und Himmel voller Sterne.
Am 17.6.17 immer noch 700 km. Auf der ganzen Atlantiküberquerung sind uns nur 2 Schiffe begegnet. Die See war ruhiger als erwartet, die Tabletten gegen Seekrankheit waren bis jetzt nicht notwendig und unsere Grande Amburgo pflügt und schaukelt gemächlich mit ihren nun ca. 60.000 to Gesamtgewicht mit ca. 33km/h durchs Wasser. Nur die fliegenden Fische retten sich in letzter Sekunde vor unserem Bug mit teilweise spektakulär langen Flügen. Dies wiederum freut die Tölpel die jetzt in Küstennähe den Bug mit eleganten, fast mühelosen Gleitflügen umkreisen, bis wieder ein fliegender Fisch auf der Flucht dahingleitet. Urplötzlich reagieren die Tölpel mit rasantem Sturzflug um die Beute noch im Flug aber auch noch unter Wasser zu erhaschen, was ihnen in 95% der Fälle auch gelingt. Somit sind 6 volle Tage und Nächte Atlantiküberquerung überstanden.

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